Kreisjagdverband Bautzen e.V.

 

Jungjägerausbildung 

 

Die Jungjägerausbildung erfolgt auf der Grundlage der Lernsysteme von "Heintges - Sicher durch die Jägerprüfung". Der Unterricht wird sowohl im Jägerlehrhof in Kleinsaubernitz, als auch praxisbezogen in der freien Natur durchgeführt. Erfahrene Lektoren vermitteln das Fachwissen sowie eigene Erfahrungen in anschaulicher Weise. Dazu gehören unter anderem die Arbeit eines Nachsuchegespannes am Anschuss und  auf der Wundfährte, sowie ein Anschußseminar. Bei diesem wird in anschaulicher Weise die Wirkungsweise eines Geschosses im Wildkörper dargestellt.

Wir als Ausbildungseinrichtung legen großen Wert darauf, dass jedem Jungjäger während der Ausbildungszeit ein Lehrprinz zur Seite steht, bei dem ein Teil der praktischen Ausbildung vollzogen wird.  Die gesamte Ausbildung erstreckt sich über einen Umfang von ca. 190 Unterrichtsstunden, inklusive sechs Ausbildungsschießen. Das Lehrmaterial wird durch die Lehreinrichtung bereitgestellt und ist in den Lehrgangsgebühren enthalten, ebenso die gesamte Schießausbildung. 

Die Lehrgangsgebühren belaufen sich auf 1.500,00 € zuzüglich der Prüfungsgebühren, die durch das Landratsamt Bautzen erhoben werden.

Ebenso besteht die Möglichkeit der Falknerausbildung. Diese erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Ostsächsischen Falknerbund. Die Lehrgangskosten belaufen sich hier auf 550,00 € für Jagdscheininhaber bzw. 750,00 € ohne Jagdschein zuzüglich der Prüfungsgebühren. Nähere Informationen dazu erhalten Sie beim Waidgenossen Werner Winde.

 

Die theoretische Ausbildung für Jungjäger umfasst vier Gebiete:

Prüfungsfach 1 (Jagdkunde):                                                                           Tierarten, Wildbiologie, Wildökologie, Jagdbetrieb einschließlich Jagdhundewesen, Wildschadensverhütung, Land- und Waldbau, Naturschutz, Biotoppflege 

Prüfungsfach 2 (Waffenkunde):                                                              Waffenrecht, Waffentechnik, Führen von Jagdwaffen einschließlich Faustfeuerwaffen       

Prüfungsfach 3 (Verbraucherschutz):                                                          Wildbrethygiene, Wildkrankheiten, Wildverwertung    

Prüfungsfach 4 (Recht):                                                                                      Jagd-, Naturschutz- und Landschaftspflegerecht, Tierschutzrecht sowie weitere angrenzende Rechtsbereiche

Schießausbildung:

Rehbock: Bei fünf Schuss auf einen stehenden Rehbock müssen aus 100 m Entfernung sitzend aufgelegt, mit einem auf Rehwild zugelassenem Kaliber und mit beliebiger Visierung oder Optik vier Treffer erzielt werden. Als Treffer gelten der getroffenen neunte und zehnte Ring; ein angerissener Ring gilt als getroffen. Dem Bewerber ist der Sitz des ersten Schusses anzuzeigen.

Laufender Keiler: Bei fünf Schuss auf den laufenden Keiler mit einem auf Rehwild zugelassenen Kaliber müssen auf eine Entfernung von 50 m stehend freihändig aus dem jagdlichen Anschlag mit oder ohne Optik drei Treffer erzielt werden. Als Treffer gelten der dritte bis zehnte Ring; ein angerissener Ring gilt als getroffen. Dem Bewerber ist der sitz des ersten Schusses anzuzeigen.

Wurftaube: Auf fünfzehn Wurftauben (je Taube zwei Schuss) müssen im Trap- oder Skeetschießen mit höchstens 2,5 mm Schrotstärke mindestens vier Treffer erzielt werden. Als Treffer gilt, wenn von der Wurftaube mindestens ein deutlich sichtbares Stück abspringt.

Falknerausbildung:

Theoretische Prüfungsgebiete:                                                                         Gesetzliche Grundlagen der Falknerei und Greifvogelhaltung, Greifvogelkunde, Haltung von Greifvögeln, Beizjagd, Beizwild, Verstoßen von Greifvögeln, Greifvogelkrankheiten, Geschichte der Falknerei

Praktische Ausbildung/Prüfung:                                                                  Beschaffung von Greifvögeln, Aufzucht und Haltung, Jagdformen der Beizvögel, Helfer der Beizvögel (Frettchen, Jagdgebrauchshunde)

Praktischer Jagdbetrieb:                                                                                         Es wird Wert darauf gelegt, dass während der Ausbildungszeit mit Unterstützung des Lehrprinzen (Jägerausbildung) oder Lehrpaten (Falknerausbildung) in dessen Revier aktiv am praktischen Jagdbetrieb entsprechend der Aufgabenstellung für die Lehrprinzen/Lehrpaten teilgenommen und diese im Ausbildungsnachweis dokumentiert wird.

 

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