Kreisjagdverband Bautzen e.V.

 

 Das ist des Jägers Ehrenschild, 

das er beschützt und hegt sein Wild,

waidmännisch jagt, wie sich´s gehört,

den Schöpfer im Geschöpfe ehrt!

 

Um unseren nachfolgenden Generationen einen artenreichen und gesunden Wildbestand zu erhalten, ist jeder Jäger zu einer erfolgreichen Wildbewirtschaftung und Hege gefordert.

Jeder Jäger sollte auch Naturschützer sein. Er hat unter Beachtung jagdrechtlicher Regelungen eine nachhaltige Hege zur Erhaltung eines artenreichen und gesunden Wildbestandes durchzuführen.  

Es ist notwendig, im Zusammenwirken von Jägern, Waldbesitzern und Landwirten dem Wild ein artgerechtes Umfeld, unter Beachtung einer tragbaren Wilddichte, zu schaffen bzw. zu erhalten. Die Reviere sind unter Berücksichtigung wildbiologischer und jagdbetrieblicher Gesichtspunkte zu gestalten. Es sollen Äsungsflächen und Ruhezonen für das Wild vorhanden sein, um das Wild so wenig wie möglich der Unruhe, die durch die immer umfangreicheren Freizeitbeschäftigungen der Menschen entstehen, auszusetzen. Darüber hinaus tragen diese Maßnahmen dazu bei, Wildschäden grundsätzlich niedrig zu halten bzw. zu verhindern.  

Aus den Köpfen einiger Wald- und Landbesitzer muss die Bezeichnung Schädling für unser heimisches Schalenwild (Paarhufer wie Hornträger, Geweihträger und Schwarzwild) durch entsprechende Hilfsmaßnahmen verdrängt werden.  

 

 

Jäger sein heißt hegen,

erhalten Wald und Wild,

das alte Brauchtum pflegen,

bewusst und pflichterfüllt.

Auch weltweit mitzudenken,

besorgt um Artenschutz,

sinnvoll die Schritte lenken

zum Wohle und zum Nutz!

 

 

 

 

Autor; DJV/Kaufmann

 

Jungwild braucht Ruhe -  Pressemitteilung des DJV

Die Natur gleicht im Frühjahr einer großen Kinderstube. In Wald und Flur ist jetzt besondere Achtsamkeit geboten. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet Erholungssuchende, auf den Wegen zu bleiben und Hunde anzuleinen.

 

Der Lenz ist da und mit ihm erblickt vielerorts der heimische Wildtier-Nachwuchs das Licht der Welt. Frischlinge, junge Feldhasen und Co. benötigen nun Schutz und Ruhe. In der Aufzuchtzeit reagieren Elterntiere sensibel auf Störungen, im Extremfall verlassen sie ihren Nachwuchs oder stellen ihre Fütterungsaktivitäten ein. Fühlen sich Wildschweinmütter bedroht, greifen sie mitunter sogar an. Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert an alle Naturnutzer, sich rücksichtsvoll zu verhalten – und vor allem während der Morgen- und Abendstunden unbedingt auf den Wegen zu bleiben. Hunde sollten im direkten Einflussbereich des Menschen bleiben. „In jedem Hund steckt noch der Wolf. Wenn der Jagdinstinkt erst geweckt wird, sind auch die besten Manieren schnell vergessen”, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Detlef Zacharias. Auch die Jagd ruht größtenteils, um Störungen weitestgehend zu vermeiden.   

Hände weg von vermeintlichen Waisen!
 

Umsicht ist auch im Umgang mit aufgefundenem Jungwild gefragt. Hier gilt: zügig und geräuschlos entfernen und das „Findelkind” keinesfalls anfassen, sondern an der jeweiligen Fundstelle belassen. Erst durch Menschengeruch werden gesunde Jungtiere zu hilflosen Waisen. In aller Regel halten sich die Elterntiere in der Nähe auf und kehren dorthin zurück, sobald sich der Mensch entfernt. Junghasen beispielsweise, die durch ihre Farbe gut getarnt sind und in den ersten Lebenstagen keine Witterung abgeben, werden zum Schutz vor Fressfeinden in der Sasse, einer Bodenmulde, abgelegt. Dort harren sie in typischer Hasenmanier mit angelegten Löffeln reglos aus. Die Häsin sucht ihren Nachwuchs nur zwei- bis dreimal täglich zum Säugen auf. Auch Rehe lassen ihren Nachwuchs zum Schutz die meiste Zeit des Tages allein. Finder sollten im Zweifelsfall einen ortsansässigen Jäger kontaktieren, der den Zustand des Wildtieres genau einschätzen kann.

Autor: DJV/Kaufmann